Muckenthaler Karpfen

Jeder Karpfen wird von uns tatsächlich sieben Mal in der Hand gehalten. Dann erst landet er auf dem Teller.

 

Das Leben eines Karpfens beginnt in unseren Laichteichen. Dort können sich Rogner (Weibchen) und Milchner (Männchen) auf natürliche Weise vermehren. Die Fischbrut

wird von uns abgefischt und in Vorstreckteichen auf ein Gramm gezogen. Mit dieser Größe können sie in größere Teiche umgesetzt werden. In diesen erreichen sie bis zum Herbst circa 40 g Körpergewicht.

 

Dieses Gewicht muss für die erste Winterung an Energiereservien reichen. Dennoch sind alle Fische in der Ruhephase im Winter sehr anfällig gegenüber Störungen, wie zum Beispiel Kormorane oder Fischotter.

 

Im Frühjahr werden die einjährigen Karpfen nach Richtlinien des Kulturlandschaftsprogramms (KULAP) in Teiche gesetzt. Dies unterstützt unsere Überzeugung einer naturnahen und artgerechten Aufzucht.

Die Zufütterung von selbst erzeugtem Getreide erfolgt per Hand. Nach einer weiteren Abfischung im Herbst und folgenden Winterung werden die sogenannten K2 (zweisömmrige Karpfen) in die Abwachsteiche gesetzt (siehe Hintergrund). Da hier wieder nur mit Getreide zugefüttert wird, erhält das Fleisch eine festere Konsistenz und ist mit fünf bis zehn Prozent Fett sehr mager.

 

Schlachtreif ist der Karpfen nach dem dritten Sommer. Dann hat er circa 2,5 Pfund. Also steht sowohl sowohl die Wachstumsdauer als auch die regionale Haltungsumwelt für "Slow Fish".

 

Lena Bächer mit einem Muckenthaler Karpfen
Lena Bächer und Florian Schraml beim Abfischen